Aus der zuvor behandelten Option über
die geschichtliche Entwicklung des Taekwondo lässt sich
ableiten, dass eine frühere Form des Taekwondo (Subak)
zwecks besserer Verteidigung bei Feindesangriffen entstanden
ist.
Dem Subak, bzw. Taekyon maß man
zunächst überwiegend physische Bedeutung bei. Körperliche
Fitness, Kraft und Ausdauer waren die entschiedenen Ziele
dieser Kampfkunst. Aus der ursprünglich primitiven und
physisch orientierten Kriegskunst Subak hat sich somit über
nahezu zwei Jahrtausende das heutige philosophisch und körperlich
anspruchsvolle Taekwondo entwickelt.
Charakterliche Bildung durch
Taekwondo unter Berücksichtigung der Dojang-Etikette
lernt der Schüler im Training Respekt gegenüber
seinem Trainer und Mitschüler zu zeigen. Dies zeigt sich
schon bereits beim Grüßen zu Beginn des Trainings.
Es handelt sich hierbei nicht nur um einen einfachen Gruß,
sondern es ist vielmehr Ausdruck der Achtung, die man für
sein Gegenüber empfindet.
Mit der allmählichen physischen
Leistungssteigerung des Schülers durch kontinuierliches
Üben soll gleichzeitig, unterstützt durch den Trainer,
das Selbstvertrauen des Schülers gesteigert
werden. Nach einen der Prinzipien des Taekwondo darf der Schüler,
egal wie hart es auch sein mag, das Training nicht aufgeben.
Er soll hierdurch Willenstärke
und Geduld beweisen. Durch mehr Selbstvertrauen
wird der Schüler Großzügigkeit in der Haltung
gegenüber schwächeren Mitmenschen zeigen. Der Ehrenkodex
verbietet gleichzeitig dem Schüler das Praktizieren ungerechtfertigter
Angriffe und die Anwendung unnötiger Gewalt.
Durch diese faire Haltung und unter Beachtung des Ehrenkodex
erlangt das Individuum weiterhin eine weitere wichtige Charaktereigenschaft
und Ziel des Taekwondos: Bescheidenheit.
Mit der Vereinigung körperlicher
Beherrschung und den wesentlichen geistigen Ziele des Taekwondo:
- Gerechtigkeit
- Höflichkeit
- Bescheidenheit
- Ehrgefühl
- Unermüdlichkeit
- Geduld
ist der Taekwondo am Ziel seiner Bemühungen.
Er ist jetzt fähig diese wichtigen Eigenschaften auch
im Leben außerhalb des Dojang positiv einzusetzen um
somit zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft zu werden.
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